Hallo Leute --
Marita, die kurz vor einer ähnlichen OP steht, hat mich gerade nach Einzelheiten zu meinem Ergehen befragt, und die interessieren ja vielleicht noch mehr Leute hier. (Falls nicht, weiterbrowsen)
------------------schnipp--------------------
Hallo Marita --
Kann dich gut verstehen, und natürlich lässt sich da immer schwer etwas konkret voraussagen. Ich wünsche dir in jedem Fall viel Glück!
Bei mir ist es jetzt gut zwei Wochen her, und ich bin recht zufrieden. OP ging glatt und war wohl auch recht kurz (50 min.), wg. Vollnarkose bin ich über Nacht im KH geblieben, dann nach Hause. Die ersten paar Tage hab ich Analgetika eingeworfen (nichtsteroide Antirheumatika und Paracetamol), und die Schmerzen waren eigentlich weitgehend im Rahmen: dumpfer post-OP-Schmerz und hie und da ein Stechen bei bestimmten Bewegungen (die Zwei-Punkt-Schlinge, die Oberarm und Unterarm fest am Körper hält, unbedingt
immer tragen: du merkst beim ersten Baden, dass man in Badewanne und Dusche ganz reflexhaft zig kleine Abstützbewegungen macht, und die können höllisch weh tun!).
Schlimm waren eigentlich nur die ersten 4-5 Nächte: weil ich Seitenschläfe bin, hab ich nie gewusst, wohin mit Schulter und Arm, und dann bin ich trotz teilweise massiver Medikation (Schmerz- und Schlafmittel) dauernd aufgewacht und hab mich rumgewälzt. Im Nachhinein wär meine Frau lieber ausgezogen (also d.h. in ein anderes Zimmer

) Hab einmal auch versucht, im Lehnsessel zu schlafen, ist aber auch nicht das Gelbe.
Aber das ist bald vorbei, inzwischen mach ich schon 1w Krankengymnastik, langsame Erweiterungen des Abwinkelbereichs, dzt. 15° Pendelbewegungen und Unterarmbeuge-Übungen. Da kriegt man auch das Gefühl, dass es bald wieder gehen wird.
Nervig ist halt, dass ich nicht Autofahren kann, muss mich überall hinbringen lassen oder eben Öffis fahren. Diese sind aber kein Problem, auch rumplige Straßenbahnen oder Schleuderbusse nicht, die Schlinge schützt verlässlich vor falschen Bewegungen.
Tippen kann ich (wie du siehst), sogar eigentlich von Anfang an, inzwischen ist die rechte Hand auch sonst durchaus beschränkt einsatzfähig, nur nicht mit Kraft. Also Brot schneiden mit dem Messer geht nicht, mit Streichkäse bestreichen dagegen schon.
Schau zu, dass du die ersten paar Tage und Nächte jemanden hast, der dir in die Sachen hilft und dich evtl. auch mal in der Badewanne wäscht. Und insgesamt solltest du natürlich nix anderes zu tun haben in den ersten paar Wochen. Aber die genannten Bewegungen (Anziehen, Waschen usw.) gehen schon nach ein paar Tagen auch selber, wenn auch manchmal etwas umständlich. Ich bin einfach die erste Woche in Schlafanzug und T-Shirt rumgewandelt, aber zur Not kriegt man auch eine Jeans und Jacke an.
Viel Glück und gutes Gelingen!
Werner