War die Schulter ausgerenkt?

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Jochen
Schulterhilfe-Neuling
Schulterhilfe-Neuling
Beiträge: 3
Registriert: 08 Dez 2005 18:48

War die Schulter ausgerenkt?

Ist es möglich, dass ich monatelang mit einer leicht ausgerenkten Schulter herumgelaufen bin?

Zur Geschichte: bei mir wurde vor fast zwei Jahren das Impingement-Syndrom diagnostiziert. Der Arzt wollte mich seinerzeit operieren. Ich war damals auf diese Seite gestoßen und habe die Sache mit dem Schulterhorn ganz hervorragend in den Griff bekommen.

Vor vier Monaten bin ich dann einigermaßen spektakulär mit dem Fahrrad gestürzt und habe mir am ganzen Körper Prellungen und Schürfungen zugezogen.
Wegen ein paar Kratzer und blauer Flecke gehe ich aber nicht zum Arzt, sondern habe die Verletzungen von selbst ausheilen lassen. Das ging auch ganz prima. Nach knapp zwei Wochen war ich wieder fast komplett hergestellt - lediglich in der Schulter blieb ein leichter Schmerz, der dem Schmerz des Impingement-Syndroms sehr ähnlich war.

Ich habe weiterhin meine Schulterhorn-Übungen durchgeführt (das ging nicht ganz, aber beinahe schmerzfrei), und bin irgendwann darauf gekommen, dass Kühlen lindert. Deswegen habe ich jeweils morgens und abends die Schulter gekühlt.

Inzwischen war die Schulter so weit schmerzfrei, dass ich sie nur noch bei bestimmten seltenen Bewegungen gespürt habe.

Letzten Samstag spiele ich dann zum ersten Mal seit Jahren Volleyball, und reiße die Arme zum Block am Netz hoch. In diesem Moment rumst es in meiner Schulter, dass es nur so eine Art hat.

Mein erster Gedanke war: "scheiße, jetzt ist sie wieder völlig im Eimer..."
Vier Tage später ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich gar keine Beschwerden mehr habe. Ich kann wieder jede Bewegung ausführen, ohne das irgendwas drückt oder zwickt.

Ist es möglich, dass ich vier Monate lang mit einer ausgerenkten Schulter durch die Gegend gelaufen bin, ohne das zu wissen?

Ich habe in der Zeit mit der Schulter alles Mögliche gemacht: Rudern, Basketball spielen, Radfahren, Tanzen, die Balken einer Dachkonstruktion angenagelt (ca. 300 Nägel über Kopf eingeschlagen)...

Geht sowas, obwohl die Schulter ausgerenkt ist?
Schönen Gruß,

Jochen
Flower.Child
Schulterhilfe-Profi
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Re: War die Schulter ausgerenkt?

Jochen hat geschrieben:...Ist es möglich, dass ich vier Monate lang mit einer ausgerenkten Schulter durch die Gegend gelaufen bin, ohne das zu wissen?

Ich habe in der Zeit mit der Schulter alles Mögliche gemacht: Rudern, Basketball spielen, Radfahren, Tanzen, die Balken einer Dachkonstruktion angenagelt (ca. 300 Nägel über Kopf eingeschlagen)...

Geht sowas, obwohl die Schulter ausgerenkt ist?
Hallo Jochen,

hm, das kann dir entweder SH-Tom oder ein Mensch beantworten, der mit Schulterluxationen zu tun hat.

Ich könnte mir vorstellen, das es sich bei dir evtl. um die Lösung einer Verklebung oder Muskelverkrampfung/-verkürzung gehandelt haben könnte :?:

Warten wir mal die anderen Antworten ab. Auf jeden Fall ist das echt klasse, das es dir wieder so gut geht. :)

Viele Grüße
Flower.Child
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sh-tom
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Hallo Jochen,
also auch ich kann auch hier nur Vermutungen anstellen. Ich bin kein Mediziner und auch kein Physiotherapeut, aber rein vom mechanischen Aufbau der Schulter her, könnte ich mit vorstellen, dass sich beim ursprünglichen Unfall eine Sehne überzogen und dann irgendow verklemmt hatte und nicht mehr mit normalen Bewegungen lösen komnnte, bis zu Deinem heftigen "Arme hochreissen" beim Volleyball. Evtl. hat sich da die Sehen mit einem intensiven "Knall" gelöst. Alles was mich dabei nur wundern würde wäre, dass das dies vorher niemand diagnostizierte. Aber gerade solche Sachen sieht man z.B. auf Röntgenbildern nicht! Du hast also verdammt Schwein gehabt! Sei froh, was auch immer die Ursache war!!!

Toi, toi, toi weiterhin, dass alles so bleibt!

Ciao

Tom
Jochen
Schulterhilfe-Neuling
Schulterhilfe-Neuling
Beiträge: 3
Registriert: 08 Dez 2005 18:48

Ja...Mahlzeit Tom!!!

Das hat ganz einfach deswegen niemand diagnostiziert, weil ich damit nie beim Arzt war.

Unmittelbar nach dem Sturz war ich von Kopf bis Fuß mit Prellungen und Schürfungen eingedeckt. Die Schulter hatte ich einfach mit in diese Kategorie einsortiert. Und wegen ein paar blauer Flecke - auch wenn's ein paar mehr und größere sind - setze ich mich nicht zwei Stunden ins Wartezimmer.

Ich habe den Kram damals mit Sportsalbe behandelt, und nach zwei Wochen war bis auf die Schulter auch schon alles erledigt.
Aber die blieb eben hartnäckig. Und die Schmerzen waren nicht so stark, dass sie mich aus dem Verkehr gezogen hätten. Ich habe ja weiterhin alles mögliche gemacht (siehe oben).

Es ist auf jeden Fall ein sehr merkwürdiges Gefühl, wenn man sich mit der Zeit bei gewissen Bewegungen (z.B. den Wasserkocher vom Schrank nehmen, wenn das Wasser kocht) an den leichten Schmerz gewöhnt hatte, und diese Schmerzen neuerdings ausbleiben...

Schönen Gruß,

Jochen
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